Apple MacBook Pro M5 – Evolution statt Revolution
Apple hat das neue MacBook Pro mit M5-Chip vorgestellt – und sorgt damit für gemischte Reaktionen.
Auf den ersten Blick bleibt fast alles beim Alten: Design, Anschlüsse und Display sind identisch zum Vorgänger. Doch im Inneren arbeitet ein völlig neuer Prozessor, der vor allem in puncto KI-Performance deutlich zulegt.
Was bringt der M5-Chip wirklich? Und für wen lohnt sich das neue Modell?
Design, Display und Anschlüsse
Optisch bleibt Apple beim bewährten Look:
Das MacBook Pro ist weiterhin in Space Black und Silber erhältlich, mit einem Mini-LED-Display (bis zu 1600 Nits), Notch, großem Trackpad und Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung.
Auch die Anschlüsse bleiben gleich:
3× Thunderbolt 4
HDMI
SD-Karten-Slot
Kopfhöreranschluss
MagSafe 3
Die Lautsprecher zählen weiterhin zu den besten am Markt, und auch die Akkulaufzeit bleibt auf Top-Niveau.
Kein Ladegerät mehr in der Box
Eine der auffälligsten Änderungen betrifft den Lieferumfang: Apple legt dem neuen MacBook Pro kein Netzteil mehr bei.
Begründet wird das mit einer kommenden EU-Verordnung, die ab 2026 vorschreibt, dass Nutzer Geräte optional ohne Ladegerät kaufen können sollen.
Apple greift dem voraus – und trifft diese Entscheidung gleich selbst. Immerhin wurde der Preis in der EU um 100 € gesenkt.
Das 14-Zoll-Modell mit M5-Chip startet nun bei 1.799 €.
Hardware-Upgrade: Speicher und Konfigurationen
Beim Arbeitsspeicher bleibt alles wie gehabt: 16 GB Basis-RAM, erweiterbar auf 32 GB.
Die SSD-Optionen wurden jedoch überarbeitet:
jetzt bis 4 TB statt bisher 2 TB
und mehr als doppelt so schnell
In Tests erreichte die SSD 6.800 MB/s Schreib- und 6.700 MB/s Lesegeschwindigkeit – schneller als alle bisherigen MacBook Pro-Modelle.
Der neue M5-Chip im Detail
Der M5 bringt mehrere technische Verbesserungen:
10-Core CPU (4 Performance-, 6 Efficiency-Kerne)
10-Core GPU
16-Core Neural Engine
150 GB/s Speicherbandbreite (vorher 120 GB/s)
Neural Accelerators in jedem Kern – erstmals im MacBook Pro
Letzteres sorgt dafür, dass der M5 deutlich effizienter mit KI-Aufgaben umgehen kann.
Leistungs-Benchmarks: CPU, GPU und KI
Im direkten Vergleich zeigt der M5-Chip deutliche Leistungssteigerungen gegenüber dem M4:
CPU (Single-Core):
M4 erreicht 3.761 Punkte, der M5 steigt auf 4.215 Punkte – ein Plus von 12 %.
CPU (Multi-Core):
Von 12.826 Punkten beim M4 auf 17.323 Punkte beim M5 – ein Plus von 35 %.
GPU-Leistung:
Der M4 liegt bei 4.310 Punkten, der M5 bei 6.074 Punkten – das entspricht einem Zuwachs von 41 %.
Diese Zahlen spiegeln sich auch in der Praxis wider: In Final Cut Pro ist der Export rund 7 Minuten schneller, und bei KI-Aufgaben arbeitet der M5 bis zu 50 % effizienter.
Vergleich mit M4 Pro und M4 Max
Der neue M5-Chip ist leistungsstark – aber bleibt hinter den Pro- und Max-Modellen zurück.
M5:
10 CPU-Kerne, 10 GPU-Kerne, 150 GB/s Speicherbandbreite, maximal 32 GB RAM.
M4 Pro:
14 CPU-Kerne, 20 GPU-Kerne, 273 GB/s Speicherbandbreite, maximal 48 GB RAM.
M4 Max:
16 CPU-Kerne, 40 GPU-Kerne, 546 GB/s Speicherbandbreite, maximal 128 GB RAM.
In der Praxis bedeutet das: Der M4 Pro ist im Multicore-Test rund 30 % schneller, bei der GPU sogar 47 % überlegen. Nur bei KI-Aufgaben kann der M5 dank seiner neuen Neural Accelerators leicht die Nase vorn behalten.
Für wen lohnt sich das M5-MacBook Pro?
Apple positioniert den M5 klar zwischen dem M4 MacBook Air und den M4 Pro-/Max-Modellen.
Er richtet sich an Nutzer, die
mehr Leistung als im Air brauchen,
aber nicht die volle Power eines Pro oder Max benötigen.
Ideal ist das Gerät für alle, die Wert auf:
ein helles, farbstarkes Display
leise Lüfter
viele Anschlüsse
und eine exzellente Akkulaufzeit legen.
Für intensive Video-, 3D- oder Grafik-Workflows empfiehlt sich dagegen weiterhin ein M4 Pro oder M4 Max.
Abonnieren
Melde dich mit deiner E-Mail-Adresse an, um Neuigkeiten und Updates zu erhalten.
E-Mail-Adresse Registrieren
Wir respektieren deine Privatsphäre.
Vielen Dank!
Fazit
Das MacBook Pro M5 ist kein radikales Upgrade – aber ein durchdachtes.
Es liefert mehr Leistung, deutlich schnellere SSDs und bessere KI-Performance, bleibt aber klar unterhalb der Pro-Modelle positioniert.
✅ Spürbar schneller als der M4
✅ Ideal für KI-Workflows und Allround-User
❌ Kein Ladegerät mehr
❌ Für High-End-Projekte zu schwach
Wer ein kompaktes, leises und leistungsfähiges Notebook mit macOS sucht, bekommt hier ein überzeugendes Paket – alle anderen warten besser auf den M5 Pro oder M5 Max, die 2026 erwartet werden.
Video-Review ansehen:




