iPad Pro M5: Was ist wirklich neu – und lohnt sich das Upgrade?
Apple hat das neue iPad Pro mit dem M5-Chip vorgestellt – und auf den ersten Blick scheint sich gar nicht so viel geändert zu haben. Doch im Detail steckt mehr drin, als man denkt.
Design & Display
Optisch bleibt fast alles beim Alten: wieder 11 und 13 Zoll, wieder Space Schwarz und Silber, das gleiche OLED-Display mit bis zu 1600 Nits Spitzenhelligkeit und ProMotion.
Nur ein Detail hat sich verändert – der „iPad Pro“-Schriftzug auf der Rückseite ist verschwunden.
Wer sich für die matte Nano-Textur-Option interessiert: Sie bleibt weiterhin den teuren 1 TB und 2 TB-Modellen vorbehalten. Wer oft draußen oder in hellen Umgebungen arbeitet, wird sie trotzdem lieben – sie reduziert Reflexionen deutlich und fühlt sich einfach hochwertig an.
Technik-Update im Inneren
Unter der Haube steckt das neue C1X-Modem, das die Mobilfunkleistung um bis zu 50 % verbessert – und dabei energieeffizienter arbeitet. Dazu kommen WLAN 7 und Bluetooth 6, sowie der N1-Chip, der AirDrop und Hotspot-Verbindungen stabiler macht.
Neu ist außerdem die rein digitale eSIM-Lösung. Physische SIM-Slots gibt es nicht mehr, dafür lassen sich eSIMs direkt über die Einstellungen aktivieren – in meinem Test funktionierte das problemlos.
Akku & Ladegeschwindigkeit
Die Akkugröße bleibt unverändert, dafür lädt das iPad Pro M5 jetzt deutlich schneller:
50 % in etwa 30 Minuten mit einem 60-Watt-Netzteil.
Im Alltag hält der Akku rund 10 Stunden – doch nach wie vor verliert das iPad auch im Ruhezustand spürbar Energie. Einen echten „Batteriesparmodus im Standby“ gibt es weiterhin nicht.
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Zwei M5-Varianten
Wichtig: Nicht jeder M5 ist gleich.
256 GB / 512 GB-Modelle: M5 mit 9-Kern-CPU und 12 GB RAM
1 TB / 2 TB-Modelle: voller M5 mit 10-Kern-CPU und 16 GB RAM
Der Unterschied ist in der Praxis gering – aber wer das Maximum an Leistung will, sollte zu den größeren Speicher-Varianten greifen.
Leistung & Pro Apps
Der neue M5-Chip ist in allen Bereichen stärker – vor allem bei GPU-Leistung und KI-Aufgaben.
Apple hat ihn mit neuen Neural Accelerators ausgestattet, die Machine-Learning-Tasks deutlich schneller erledigen.
In kreativen Apps zeigt sich das sofort:
DaVinci Resolve: Color Grading bis zu 2× schneller
Logic Pro: geringere Latenz bei Audioaufnahmen
Procreate: größere Projekte mit über 60 Pinseln möglich (benötigt mind. 12 GB RAM)
Draw Things / KI-Bildgenerierung: bis zu 2× schneller als M4
Damit ist das M5-iPad Pro die schnellste mobile Workstation, die Apple je gebaut hat – perfekt für Video-, Musik- und 3D-Projekte.
Alltagserfahrung
Im direkten Vergleich zum M4 startet das M5-iPad etwas schneller und lädt Spiele wie Resident Evil minimal flotter.
Grund dafür: mehr RAM und eine zweimal schnellere SSD.
Im Alltag ist der Unterschied aber dezent – spürbar eher bei Pro-Workflows als beim Surfen oder Streaming.
Anschluss & Display-Optionen
Das iPad Pro M5 unterstützt jetzt
bis zu 6K @ 60 Hz oder 4K @ 120 Hz,
Adaptive Sync und HDR-Ausgabe für flüssigeres Gaming.
Der Haken: Kaum Displays unterstützen aktuell 120 Hz bei 4K – Apple bereitet sich hier wohl auf zukünftige Monitore vor.
iPad oder MacBook?
Das ist und bleibt eine Typfrage. MacBooks bieten mehr Anschlüsse, längere Akkulaufzeit und vollwertige Desktop-Apps. Das iPad punktet dafür mit Touch-Display und Apple Pencil – ein Alleinstellungsmerkmal, das der Mac nicht hat.
Wer viel zeichnet oder kreativ arbeitet, wird mit dem iPad glücklicher. Wer Produktivität und Multitasking braucht, bleibt beim Mac.
Für wen lohnt sich das Upgrade?
iPad Pro (2020 oder älter): Ja, Upgrade lohnt sich klar – OLED, M5-Chip, Pencil Pro, neues Magic Keyboard und Center Stage machen einen riesigen Unterschied.
iPad Pro M1 / M2: Nur wenn viel mit Pro Apps gearbeitet wird.
iPad Pro M4: Nein – der Sprung zum M5 ist zu klein, es sei denn, es geht um maximale Leistung und Nano-Textur.
Wer ein günstiges M4 findet, kann also getrost zugreifen und sparen.
Fazit
Das neue iPad Pro M5 ist das leistungsstärkste iPad bisher – aber kein Neuanfang.
Apple liefert einen Feinschliff mit mehr Power, schnellerem Laden, neuem Modem und Vorbereitung für Apple Intelligence.
Wer vom M4 kommt, merkt kaum Unterschiede.
Wer von älteren Modellen upgradet, bekommt ein iPad, das sich endlich nach „Pro“ anfühlt.







